Die Herstellung von BioGas kann auf unterschiedlichst Art und Weise geschehen. Als Alternative zur konventionellen Verbrennung der Biomasse steht die Vergasung zur Verfügung. In den letzten Jahren wurden mehrere Biomasse- und Holzvergasungs-
verfahren entwickelt und in Versuchsanlagen erprobt. Aufgrund der verschiedenen Schwierigkeiten konnte bis vor Kurzem jedoch keines der Verfahren zur Marktreife gebracht werden.
Dabei liegen die Vorteile der Biomasse- und speziell der Holzvergasung eindeutig auf der Hand. Mit der Gewinnung eines Gases aus der Biomasse ist die Realisierung eines Kombiprozesses und damit das Erreichen höherer Wirkungsgrade möglich. Ein wesentliches Problem der Biomassevergasung ist, dass zurzeit aufgrund geringer Jahresbetriebsstunden bei den existierenden Anlagen das Vertrauen in die Zuverlässigkeit der Technologie fehlt.
Grundlagen einer Holz-Gas-Erzeugung, verkürzte Darstellung
Bei der Gas-Erzeugung wird die Biomasse Holz in ein Gas umgewandelt. Die Biomasse, in unserem Fall Holz, wird von oben in den Vergaser gegeben. Durch die Aufwärmung wird das im Brennstoff vorhandene Wasser erstmal verdampft (Trocknung). Bei der weiteren Aufheizung des Brennstoffes in der Pyrolysezone spalten sich aus dem Holz die flüchtigen Bestandteile ab.
Es entsteht ein teerhaltiges Pyrolysegas und Kohlenstoff in Form von „Holzkohle“. Das CO2 reagiert in der Reduktionszone mit dem noch vorhandenen Kohlenstoff
zu CO. Sowohl in der Oxidationszone als auch in der Reduktionszone reagiert vorhandener Wasserdampf unter Wärmeaufnahme mit dem Kohlenstoff zu Wasserstoff (H2) und Kohlenmonoxid (CO), und so weiter ....